Gräbe

Filmvorführung – In Deutschland unerwünscht:Hermann Gräbe

Liebe Filmfreunde,                                                                       mit dieser Mail möchten wir Euch/Sie auf die nächste Filmveranstaltung am Sonntag, d. 26. November 2017, um 16.00 Uhr, im Haus für Lehrerfortbildung (Burgstraße 20, 53949 Kronenburg) aufmerksam machen. Der Kulturkreis Obere Kyll e.V. zeigt in der Reihe „Filme von Dietrich Schubert“:  IN DEUTSCHLAND UNERWÜNSCHT:HERMANN GRÄBE (90 Min.,2001).

Vorverkauf:                                                                                               Jünkerath – Marien-Apotheke / Kronenburg – Schuhhaus DederichsKartenreservierung: Tel. 06557-9207-0VVK 8 € / AK 10 €

Hermann Gräbe war wie Oskar Schindler in Deutschland lange unbekannt. Als er 1986 in San Francisco unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit zu Grabe getragen wurde, galt er in seiner Heimat Deutschland als Lügner.
Nach dem Überfall der Deutschen auf die Sowjetunion ging Gräbe im Auftrag einer Solinger Baufirma vom Westwall in der Eifel in die ukrainische Provinzstadt Sdolbunov. Dort beschäftigte er mehr als zweitausend Menschen. Die meisten waren Juden. Hier erlebte er, wie die SS in aller Öffentlichkeit Männer, Frauen und Kinder erschoss. Gräbe war schockiert und entschloss sich, zu helfen. Den Massenmord konnte er nicht verhindern, aber es gelang ihm viele Juden zu retten.
In Vorbereitung der Nürnberger Prozesse sagte Gräbe als einziger Deutscher gegen die SS-Einsatztruppen in der Ukraine aus. Dafür wurde er in Deutschland diffamiert und wanderte in die USA aus. 1965 ehrte der Staat Israel ihn mit der höchsten Auszeichnung, die ein Nichtjude erhalten kann. Kurz danach erschien im SPIEGEL ein Artikel, der Gräbe als Lügner darstellte und bewirkte, dass er in Deutschland noch Jahrzehnte als unglaubwürdig galt.

 

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